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Was ist ein Implantat?
Zahnimplantate sind zylindrische, meist
schraubenförmige Körper aus Titan. Titan ist ein sehr guter und
biokompatibler Werkstoff der in der gesamten Medizin seit Jahrzehnten
zur Anwendung kommt. So sind z.B. Hüftprothesen oder künstliche
Kniegelenke aus diesem Material.
Ein Implantat ersetzt zunächst die verlorene Zahnwurzel. Die
Zahnkrone wird dann in einem weiteren Schritt mit diesem Implantat
verschraubt. Zusammen ergibt das einen neuen Implantatzahn.
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Für wen sind Implantate geeignet?
Im Prinzip sind Implantate ab dem 17. Lebensjahr bei
jedem Patienten machbar. Das Alter allein ist kein Hinderungsgrund.
Auch Krankheiten wie Diabetes oder Osteoporose stellen normalerweise
keine Kontraindikation dar.
In wenigen Fällen starker gesundheitlicher Beeinträchtigung sollte
von einer Implantation vorerst abgeraten werden. Dies ist zum Beispiel
der Fall bei einer Strahlentherapie an Kopf oder Hals, bei einer
schweren, nicht eingestellten Diabetes oder motorisch stark
eingeschränkter Fähigkeit zur Mundhygiene. In solchen Fällen beraten
sich der Chirurg und der Hausarzt vor der Behandlung.
Wenn der Kieferknochen schon stärker abgebaut ist, wird zeitgleich
mit der Implantation oder zuvor ein Knochenaufbau durchgeführt. Mit
diesen Methoden des Knochenaufbaus kann ein neues, stabiles
Knochenlager zur Aufnahme von Implantaten geschaffen werden. |
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Wie läuft eine Implantatbehandlung ab?
Ein Implantat wird unter lokaler Anästhesie in den
Kieferknochen gesetzt. Dieser schonende Eingriff ist schmerzfrei und
vergleichbar mit einer Zahnentfernung. Auch eine Implantatsetzung in
Vollnarkose bieten wir an. Die Wunde heilt in wenigen Tagen ab. Das
Implantat heilt dann, unter der Schleimhaut gelegen, für zwei bis fünf
Monate fest ein. Von diesem Vorgang bemerkt der Patient nichts.
Nach dieser Einheilungszeit wird das Implantat freigelegt, d.h.
eine Heilkappe wird auf den oberen Anteil des Implantats geschraubt.
Jetzt heilt das Zahnfleisch ab und die Heilkappe steht sichtbar in der
Mundhöhle. Der Zahnarzt nimmt einen Kieferabdruck und schraubt dann
einen Aufbaupfosten anstelle der Heilkappe in das Implantat ein. Auf
diesen Aufbaupfosten wird die neue Zahnkrone geklebt oder verschraubt.
Auch gibt es in speziellen Fällen die Möglichkeit der
Sofortbelastung von Implantaten. Hierbei verkürzt sich die gesamte
Therapiedauer auf wenige Tage.
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In welchen Fällen können Implantate helfen?
Implantatgetragener Zahnersatz sitzt fest, ohne zu wackeln.
Er vermittelt ein sicheres Gefühl, eine natürliche Mimik und ein attraktives Aussehen.
Jeder fehlende Zahn kann im Prinzip durch ein Zahnimplantat ersetzt werden. Aber das muss nicht immer sein. In vielen Fällen reichen wenige Implantate aus um z.B. eine Prothese im zahnlosen Unterkiefer fest zu verankern. Idealerweise kann auch ein oberer Frontzahn der durch einen Unfall oder eine Vorerkrankung verloren ging ersetzt werden. Dabei müssen keine gesunden Nachbarzähne für eine Brücke beschliffen werden.
Auch gibt es viele Indikationen in denen Implantate eine herausnehmbare Prothese vermeiden können und festsitzende, schöne Zähne ermöglichen.
Implantate sind somit ein Stück Lebensqualität.
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Wie lange hält ein Implantat?
Wissenschaftliche Langzeitstudien zeigen, dass nach
12 Jahren noch 96% aller Implantate in voller Funktion sind. Die
Experten sind sich einig, dass Implantate auch viel länger halten und
Ihre volle Funktion übernehmen. Voraussetzungen dafür sind eine gute
Mundhygiene und halb-jährliche Kontrollen beim Zahnarzt.
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